Brieftyp · Unternehmen, Inkasso oder Behörde

Zahlungsaufforderung erhalten. Was jetzt?

Mit einer Zahlungsaufforderung verlangt jemand Geld von dir: ein Unternehmen, ein Inkassobüro oder eine Behörde. Ein Gericht ist meist noch nicht beteiligt. Prüfe zuerst, wer schreibt, ob du die Forderung kennst und ob das Konto zum Absender passt. Stimmt alles, zahl bis zum genannten Datum. Stimmt etwas nicht, frag schriftlich nach.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Verbindlich sind allein die Gesetze, amtliche Quellen und dein Schreiben.

Frist
Im Brief
vom Absender gesetzt
Gericht
Meist nicht
noch nicht beteiligt
Echt?
Prüfen
Absender und Konto

So liest du den Brief

  1. 1

    Wer schreibt dir?

    Kennst du den Absender? Vergleiche Name und Anschrift mit deiner Bestellung, deinem Vertrag oder früheren Briefen. Schreibt ein Inkassobüro, muss es zusätzlich seinen Auftraggeber nennen.

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    Kunden- und Rechnungsnummer

    Mit diesen Nummern findest du die Bestellung in deinen Unterlagen oder im Kundenkonto. Gib sie bei der Überweisung als Verwendungszweck an.

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    Worum geht es?

    Eine echte Zahlungsaufforderung nennt, wofür du zahlen sollst: Bestellung, Vertrag oder Rechnung mit Datum. Fehlt das, fordere die Rechnung an, bevor du zahlst.

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    Der Betrag

    Vergleiche den Betrag mit der Rechnung. Gebühren und Zinsen darf der Absender erst verlangen, wenn du in Verzug bist: meist nach einer Mahnung, nach einem fest vereinbarten Zahlungsdatum oder 30 Tage nach der Rechnung, wenn sie darauf hinweist.

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    Zahlungsziel und Konto

    Das Datum hat der Absender gesetzt, es ist keine gesetzliche Frist. Prüfe, ob das Konto zu deiner Rechnung passt. Ein fremder Kontoinhaber oder eine IBAN, die nicht mit DE beginnt, sind Warnzeichen, vor allem wenn du den Absender nicht kennst.

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    Was danach kommt

    Zahlst du nicht, können eine Mahnung, ein Inkassoschreiben oder ein gerichtlicher Mahnbescheid folgen. Erst beim Mahnbescheid läuft eine gesetzliche Frist von 2 Wochen für den Widerspruch.

Was du jetzt tun kannst

Forderung stimmtÜberweise den Betrag mit der Rechnungsnummer im Verwendungszweck an das Konto aus deiner Rechnung oder deinem Kundenkonto und bewahre den Beleg auf.
Schon bezahltSchick dem Absender eine Kopie deines Zahlungsbelegs und bitte um eine kurze Bestätigung.
Du kennst die Forderung nichtZahle nicht. Melde dich beim angeblichen Absender über Kontaktdaten, die du selbst herausgesucht hast, nicht über die im Brief, und frag nach der Rechnung.
Du kannst gerade nicht zahlenMelde dich vor dem Zahlungsziel und frag nach Raten oder Aufschub. Eine Schuldnerberatung kann helfen, viele Stellen beraten kostenlos.

Wichtig: Zahlungsaufforderungen werden auch gefälscht. Zahle nicht auf ein Konto, das du keiner Rechnung zuordnen kannst, und öffne keine Links oder QR-Codes aus einem Schreiben, dessen Absender du nicht kennst.

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Häufige Fragen

Ist eine Zahlungsaufforderung eine Mahnung?

Oft ja. Eine eindeutige Aufforderung zu zahlen, die nach Fälligkeit kommt, zählt rechtlich als Mahnung, egal wie der Brief heißt. Zahlst du danach nicht, bist du in Verzug, und es dürfen Verzugszinsen und Kosten für weitere Mahnungen entstehen.

Was ist der Unterschied zwischen Zahlungserinnerung, Zahlungsaufforderung und Mahnung?

Im Gesetz gibt es nur die Mahnung. Zahlungserinnerung und Zahlungsaufforderung sind andere Namen dafür, oft freundlicher formuliert. Entscheidend ist nicht die Überschrift, sondern ob dich der Brief nach Fälligkeit eindeutig zur Zahlung auffordert.

Wie erkenne ich eine gefälschte Zahlungsaufforderung?

Warnzeichen sind: Du kennst weder Absender noch Bestellung, der Kontoinhaber heißt anders als der Absender, Rechnungsnummer und Datum fehlen, es wird mit Haft, Pfändung oder Schufa innerhalb weniger Tage gedroht, oder du sollst per Gutschein, Kryptowährung oder Link zahlen. Frag im Zweifel beim angeblichen Absender über selbst gesuchte Kontaktdaten nach.

Gelten andere Regeln, wenn das Amt Geld fordert?

Ja. Fordert eine Behörde Geld, etwa das Finanzamt, die Stadtkasse oder der Beitragsservice, steht dahinter meist ein Bescheid. Dagegen läuft eine eigene Frist für Einspruch oder Widerspruch, sie steht in der Rechtsbehelfsbelehrung. Die Zahlungsaufforderung verlängert diese Frist nicht.

Was passiert, wenn ich nicht reagiere?

Der Absender kann weitere Mahnungen schicken, ein Inkassobüro beauftragen oder beim Gericht einen Mahnbescheid beantragen. Gegen einen Mahnbescheid hast du 2 Wochen Zeit für den Widerspruch. Stimmt die Forderung nicht, bestreite sie deshalb früh und schriftlich.

Quellen

Geprüft am 30.10.2026 anhand der oben genannten offiziellen Quellen. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Verbindlich sind allein die Gesetze, die amtlichen Quellen und dein Schreiben. Der Beispielbrief ist erfunden.